Schweigen ist Silber

Sitze bebend, laut gegen eine Wand redend
Verloren in den Momenten mit dir.
Laufe verloren, durch eine verdorbene Gegend
aus „Alles ist gut. Du hast mir gefehlt.“

Während der Rotwein auf meinen Lippen pulsiert,
Ihn dunkelblau färbt bis wir über Gott und die Welt philosophieren.
Versuchen zu lächeln mit traurigen Augen.
Tränen getränkte Mundwinkel zucken verlegen.
Jede Berührung so kalt wie die Fliesen,
Wenn ich mich nachts, barfuß ins Zimmer schleiche.
Jeder Blick ist so leer,
Wenn du mich fragst, ob ich uns den Himmel grau zeichne.

Die Lichter so bunt, der Bass noch viel bunter.
Nackte Gesichter und tausende Herzen bewegen sich im Takt der Musik.
Pupillen geweitet, Lider so schwer.
Das Atmen fällt leichter, wenn ich ohne dich geh‘.
Frischer Wind in meinen Lungen, doch alles tut weh.
Mein wunder Punkt, oh Wunder, bist trotzdem du.

Wir schweigen uns an bis keiner mehr kann.
Wir schweigen uns tot.
Wir schweigen uns an bis keiner mehr kann.
Wir schweigen.

Die Luft ist geschwollen, man kann sie schon schneiden.
Lasse mich treiben in den Tiefen unserer gemeinsamen Zeit.
Lasse mich berieseln von ausdruckslosen Worten.
Gehen zusammen weiter und weiter bis keiner mehr kann,
Außer nach Auswegen zu suchen.

Schlafen ein, wachen auf, schauen uns an.
Mehr aneinander vorbei.
Greife nach mehr, um Widerstand zu fassen.
Greife nach mehr, um Freiheit zu spüren.

Wir schweigen uns an, bis keiner mehr kann.
Wir schweigen uns tot.
Wir schweigen uns an, bis keiner mehr kann.
Wir schweigen.

Dein Schweigen ist Silber.
Doch ich will Gold.
Dein Schweigen ist Silber.
Doch ich will Gold.
Dein Schweigen ist Silber.
Doch ich will …

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